Sonntag, 8. April 2012

Es war einmal... unsere Geburtstagstorte

Im März haben ja fast 90% der Weltbevölkerung Geburtstag, jedenfalls kommt es mir jedes Jahr aufs Neue so vor... Naja, zu diesen gefühlten 90% gehören auch Schatz und ich. Wir sind auch nur beide 3 Tage von einander entfernt, daher feiern wir eigentlich immer gemeinsam (weniger Abwasch und weniger Arbeit). Ich glaub in meinem Post über meinen Märzurlaub habe ich jedoch schon berichtet, dass wir uns mal wieder verzogen haben und im Urlaub waren zu unserem Geburtstag. Nun eine Woche nach unserer Rückkehr haben wir dann mit meiner Familie nachgefeiert und hierfür habe ich diese Torte ausprobiert:



Die Motividee hatte ich aus einer Zeitschrift, welche ich im Urlaub entdeckt habe und worüber ich definitiv noch einen Extrapost machen werde, denn diese ist einfach nur der Hammer!

Es war auch das erste Mal, dass ich mich an Fondant herangewagt habe, denn bisher war mir das einfach zu teuer (Rollfondant bei www.tortissimo.de kostet etwa 11€ pro Kilo in weiß).
Jedoch ist meine Schwester Bäcker und ihr Partner ist Konditor und da wollte ich mein Bestes geben. Beim letzten Mal, als ich für meine Familie eine Torte machte, benutzte ich Marizpan als Decomaterial und es ließ sich nicht annähernt so gut einfärben wie das Fondant und vorallem beschwerte sich meine Schwester das es einfach zu süß wäre durch das Marzipan. Gut Fondant ist im Prinzip auch nur ne Art Zuckermasse und daher auch süß, aber doch nicht so krass wie Marzipan...
Und falls ihr nun auch Lust bekommen habt, ich bin wie folgt vorgegangen:

Zuallererst hab ich nen Schokoladentortenboden selbst gemacht, das Rezept hab ich euch ja schon einmal vorgestellt.... Ihr könnt auch einen kaufen, schmeckt dann aber net so lecker, wie ich finde. Nehmt eine kleinere Springform, damit der Teich höher wird, sonst lässt er sich schlecht teilen.




Nachdem der Boden völlig erkaltet ist nehmt ihr nen Tortenbodenschneider und schneidet den Boden in 3 Teile. Mein Schneider ist von Ikea und gibt es dort im Set mit Spritztülle für etwa 3€. Kann ich gut empfehlen. Man schneidet mit einem Draht den man beliebig der gewünschten Höhe nach einstellen kann:

Nachdem ich die 3 Teile geschnitten habe, habe ich (befor ich sie voneinander getrennt habe) sie in eine Quadratische Form geschnitten um die Geschenkform am Ende zu erhalten.

Während des Abkühlungspozesses habe ich derweile 500g von dem Fondant blau gefärbt. Dies tat ich mit der Speisefarbe-Paste von  www.tortissimo.de in der Farbe Königsblau.
Macht dies am besten mit Einweghandschuhen und auf nem Brett was ihr nicht unbedingt für gut empfindet. Achtung, geht schwer aus den Klamotten wieder raus... Das Einfärben von dem Fondant ging eigentlich recht gut, im Vergleich zum Marzipan hat es die Farbe perfekt angenommen. Ich musste jedoch mindestens  15min das ganze gut durchkneten bis Alles gleichmäßig war....

Nun den Rest, d.h. die Füllung der Torte habe ich genau wie die Sternchentorte gemacht. Hier seht ihr die Bilder dazu:





Nachdem ich die letzte Schicht fertig hatte nahm ich nun das eingefärbte Fondant und rollte es mit viel Puderzucker aus. Ich schnitt ein langes Quadrat aus dem Teig aus. Das Quadrat sollte nun vorsichtig auf die oberste Schicht gelegt werden und 2 Seitenteile mit bedecken (vorsichtig andrücken). Nun müsstet ihr nur noch 2 Seitestücke ohne Fondant haben. Dafür schneidet ihr in etwa der passenden Größe 2 Quadrate aus. die legt ihr an und dann heißt es mit viel Fingerspitzengefühl, Gedult und etwas Wasser (ich hoffe ihr habt eure Handschuhe noch an!) die 2 Seitenteile mit dem ersten Teil verstreichen. Das dauert aber eine Weile, aber es lohnt sich wirklich. Am Ende sieht man kaum das es aus mehreren Teilen zusammengesetzt ist.

Nun habt ihr nen blauen Quader. Packt den erst einmal in den Kühlschrank Um jetzt die Schleifen zu bekommen nehmt ihr ihr 300g weißes Fondant und rollt das mit Puderzucker aus. Nun schneidet ihr 2 gleichlange etwa 15cm lange und 4cm breite Streifen.

Nehmt eine leere Küchenrolle und wickelt diese mit Backpapier ein. Klebt die Enden in der Rolle mit etwas Klebeband fest. Jetzt nehmt ihr die Fondantstreifen und legt sie darum und drückt die Enden ein und aneinander fest. Das sollte dann so aussehen:


Nun die Schleifen mindestens 3h in den Kühlschrank.
Ihr könnt in der Zwischenzeit schon einmal euch um den Rest kümmern. Aus dem restlichen ausgerollten Fondant schneidet 2 laaaange Steifen die ihr dann in einem Kreuz über die Torte legt (Unterseite etwas anfeuchten mit Wasser damit die ankleben). Alles Überstehende unten abschneiden.
Dann das restliche weiße Fondant nehmen, kneten und erneut mit Puderzucker ausrollen. Nehmt euch nun ein kleindes Schnapsglas und stecht Kreise aus. Die "klebt" ihr dann mit Wasser beliebig aus die Torte (seht zu das ihr hässliche Stellen überdeckt).

Wenn die Zeit soweit um ist, dann nehmt die Schleifen und klebt sie an die Stelle wo das Kreuz auf der Torte ist. Dann rollt noch etwas weißes Fondant aus und schneidet einen langen 4cm breiten Streifen. Den halbiert ihr, aber schräg und befestigt die einen Enden jeweils an der Schleife. Die anderen Enden der Streifen könnt ihr schön drapiert ankleben. Für die Mitte (den Knoten der Schleife) hab ich versucht bisl rumzu experimentieren. Ist mir aber nicht so perfekt gelungen. Von daher rate ich da euch nichts. Vielleicht habt ihr ja selbst ne geniale Idee.
Das ganze nun in den Kühlschrank (hält sich 2 Tage gekühlt, 1 Tag ungekühlt).
Und hier nochmal das Ergebnis von der anderen Seite: (Man sieht ich habe die eine Seite weniger gut verstrichen...)

Ich hoffe euch gefällt die Idee. Mir auf jeden Fall. Wie gesagt, ich werde demnächst euch mal ein Review über die Zeitschrift posten, in welcher ich das gefunden habe :)

Frohe Ostern an euch alle!!!
Eure Stundenglas

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